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Jährliches Projekttreffen des BioFairNet-Konsortiums in Griechenland
10. Februar 2026
Mit dem neuen Jahr 2026 begann zugleich das zweite Projektjahr des EU-geförderten Vorhabens „BioFairNet“, das mit einem Executive Board Meeting der Arbeitspaketleiter sowie dem jährlichen Konsortialtreffen eingeläutet wurde. Hierfür reisten von der Universität Bayreuth Dr.-Ing. Tobias Rosnitschek und Kilian Nölscher Ende Januar an die Nationale Technische Universität Athen (NTUA) und die Universität der Ägäis auf Lesbos.
Die Anreise stellte eine gewisse Herausforderung dar – aufgrund von Unwetterwarnungen und gemeldeten 98 l/m² Niederschlag in kurzer Zeit musste eine spontane Umgestaltung der Reise vorgenommen werden. Dementsprechend groß war die Erleichterung, als aus dem milchigen Weiß das Ziel auftauchte.
Organisiert und geleitet wurde die mehrtägige Veranstaltung vom Gastgeber Prof. Stergios Vakalis (NTUA) und der Konsortialführerin Prof. Marina Albanese (Universität Neapel Federico II). Ein straffes Programm ermöglichte einen intensiven Austausch, der vom schlechten Wetter unbeeinflusst blieb.
Außerdem konnte das Kollegium erstmals einen Blick auf den hydrothermalen Reaktor innerhalb der Universität der Ägäis werfen, Peripheriegeräte wie Steuerung und Gaschromatograph inspizieren sowie Lösungen zur Automatisierung diskutieren.
Am Abend organisierten die griechischen Gastgeber ein obligatorisches Social Dinner, bei dem allerhand typische sowie regionale Köstlichkeiten serviert wurden und der informationsintensive Tag bei Tischgesprächen ausklang.
Am nächsten Tag besichtigte das Konsortium die hydrothermale Testanlage, welche eine der beiden Pilotanlagen im Projekt darstellt.
Prof. Vakalis führte die Projektpartner Schritt für Schritt durch die einzelnen Stationen der Anlage mit dem Ziel, aus Klärschlamm Biochar, ein kohleartiges Material, zu gewinnen.
Während Dr.-Ing. Tobias Rosnitschek bereits nach Deutschland zurückreiste, verblieb Kilian Nölscher in Athen, um dort an der NTUA zusammen mit Dimitris Liakos, einem Assistenten von Prof. Vakalis, an der Weiterentwicklung der Pilotanlage zu arbeiten.
Ziel dieses Aufenthalts war es, den genauen Arbeitsablauf der eingesetzten hydrothermalen Prozesse zu studieren, relevante Datenpunkte zu identifizieren und eine automatisierte Datenerfassung zu etablieren.
Dies erfolgte im zugehörigen Experimentallabor, in welchem das gesamte Verfahren in miniaturisierter Gestalt durchgeführt werden kann, bevor die Übertragung auf den großen Reaktor im Versuchsfeld erfolgt.
Nach zwei ereignisreichen Tagen an der NTUA konnte auch Kilian Nölscher schließlich das inzwischen wieder recht sonnige Griechenland verlassen und den Heimweg ins verschneite Bayreuth antreten.