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Fakultät für Ingenieurwissenschaften

Lehrstuhl für Konstruktionslehre und CAD – Prof. Dr.-Ing. Stephan Tremmel

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Durchgängige Entwicklungsprozesse

Die Fachgruppe Durchgängige Entwicklungsprozesse hat das übergeordnete Ziel, Prozesse zu harmonisieren und damit sicherer und effizienter zu gestalten.

Die betrachteten Prozesse können den unterschiedlichen Phasen des Produktentstehungsprozesses (PEP) zugeordnet werden. Der Fokus liegt dabei auf Problemstellungen, die sich im PEP zwischen Technologieentwicklung und der Fertigung ergeben. Alle betrachteten Prozesse haben gemein, dass Ablauf, Methoden und Tools aufeinander und auf das jeweilige Prozessziel abgestimmt werden müssen.

Die Fachgruppe erforscht, erweitert und kombiniert die Methoden und Werkzeuge des Digital Engineering, um Prozesse an ihre jeweiligen, produkt-, unternehmens- oder branchenspezifischen Herausforderungen anzupassen. Erst durch gezielte Adaption, Kombination und Verknüpfung der Methoden können die Potenziale der Digitalisierung gehoben und in der betrieblichen Anwendung realisiert werden.

Bei der Verknüpfung der verschiedenen Werkzeuge, der Anbindung an Informationsquellen oder der Vernetzung verschiedener Prozessschritte kommt es häufig zu System- oder Medienbrüchen. Hier nehmen Schnittstellen eine entscheidende Rolle für den reibungslosen Austausch von Daten ein. Der Austausch und die Bereitstellung einer qualitativ hochwertigen Datenbasis sind daher weitere Forschungsthemen der Fachgruppe. Denn die Grundlage jedes funktionierenden Prozesses ist eine konsistente sowie kompatible Datenbasis.

Alle entstehenden Informationen über ein Produkt aber auch einen Prozess können in Form eines Digitalen Zwillings hinterlegt sein. Abhängig von den jeweiligen Anforderungen kann der Digitale Zwilling verschieden ausgeprägt sein. Nur wenn er auf seine Anwendung abgestimmt ist, kann der Digitale Zwilling gewinnbringend in Prozessen eingesetzt werden.

Da durch eine zunehmende Digitalisierung immer mehr Daten entstehen, ergeben sich auch Fragen zu deren Umgang und Nutzbarmachung. Datengetriebene Methoden, aufwändige Berechnungen und Simulationen benötigen leistungsfähige Infrastrukturen, um funktionieren und einen Mehrwert generieren zu können. Somit müssen auch neue Querschnittstechnologien wie beispielsweise das High Performance Computing (HPC) in die Entwicklung durchgängiger Prozesse einbezogen werden.

Aufgrund der fachlich übergreifenden Thematik finden sich Herausforderungen also nicht nur in Detailbetrachtungen, sondern vor allem auch auf der strategischen Ebene. So müssen neben den technischen-funktionalen Aspekten zunehmend auch ökonomische, soziale und ökologische Anforderungen ganzheitlich eingebracht werden.


Verantwortlich für die Redaktion: Stephan Brütting

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